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Schmorpfanne - so nutzt du sie richtig

Olav Schmorpfanne auf dem Herd

Was ist eine Schmorpfanne?

Die Schmorpfanne ist die erhöhte und größere Version der Bratpfanne. Der Rand kann zwischen 6 bis 8 cm betragen, damit größere Mengen Fleisch und Gemüse geschmort werden können.

Beim Schmoren fügst du dem Gargut Flüssigkeit hinzu, was den Inhalt zum Garen bringt. Zudem haben Schmorpfannen oft einen großen Durchmesser, damit das Schmorgericht lange in der aromatischen Flüssigkeit köcheln kann.

Einsatzbereich

Schmorpfannen können genauso wie übliche Bratpfannen verwendete werden.

  • Schmorpfannen beschichtet: Alle Gerichte, von empfindlichen Eierspeisen zu scharf angebratenen Bratkartoffeln
  • Schmorpfanne aus Gusseisen: Möglichkeit Speisen besonders heiß anbraten - vorausgesetzt man gibt noch Flüssigkeit hinzu, damit die Speisen nicht am Boden haften.

Welche Materialien eignen sich für Schmorpfannen?

Gusseisen

Gusseisen

WärmespeicherungEffizienzAlltagstauglichkeit
Weil Gusseisen Wärme gut speichert, wird während des Garprozesses gleichmäßig Hitze an den Braten oder das Gemüse abgegeben.Das Material Gusseisen eignet sich wunderbar für traditionelle Schmorgerichte. Es ist robust und Wärme wird effizient an das Bratgut abgegeben.Rein gusseiserne Schmorpfannen sind sehr schwer und lassen sich im Alltag nur begrenzt einsetzen. Pfannen aus Gusseisen dürfen zudem nicht in die Spülmaschine, da sich durch scharfes Anbraten eine natürliche Antihaftbeschichtung (Patina) bildet.

Edelstahl

Edelstahl

WärmespeicherungEffizienzAlltagstauglichkeit
Edelstahl besitzt vergleichsmäßig schlechte thermische Eigenschaften, weswegen die Hitze nur langsam von dem Metall aufgenommen wird.Dennoch werden Schmorgerichte gerne in der Edelstahlpfanne zubereitet, weil sie sehr robust und langlebig sind.Ein weiterer Vorteil ist, dass Edelstahl ein sehr pflegeleichtes Material ist und die Reinigung schnell getan ist.

Weil Edelstahl eine schwache Wärmeleitung hat, wird das Metall oft mit Kupfer oder Aluminium kombiniert

Kupfer

Kupfer

WärmespeicherungEffizienzAlltagstauglichkeit
Aus wissenschaftlicher Perspektive ist Kupfer das Metall, das zum einen weniger Wärmeenergie als andere Metalle benötigt und zum anderen deutlich schneller Wärme an das Bratgut abgibt. Eine Schmorpfanne mit Kupferanteil zeigt so die beste Wärmespeicherung und alle nötigen Kriterien für die beste Performance. Schnelles Aufheizen, gleichmäßige Wärmeverteilung und die gezielte Wärmeabgabe an das Bratgut zeichnen Kupfer aus und machen eine Schmorpfanne mit Kupferanteil zum besten Begleiter für Geschmortes.Pures Kupfer im Alltag ist nur noch selten zu finden, denn heutzutage wird es oft mit anderen Materialien wie Edelstahl und Aluminium ergänzt. Auf diese Weise können die Vorzüge von Kupfer im Alltag wunderbar genutzt werden, ohne dass man sich über die Nachteile von Kupfer ärgern muss.

Aluminium

Aluminium

WärmespeicherungEffizienzAlltagstauglichkeit
Schmorpfannen aus Aluminium besitzen eine gute Wärmeleitfähigkeit, jedoch lassen sich Speisen nicht konstant auf hoher Hitze anbraten.Wer klassische Schmorgerichte oder Schmorbraten scharf anbraten möchte, der nimmt besser eine Schmorpfanne aus Aluminium in Kombination mit Edelstahl und Kupfer zur Hand.Bei Aluminium-Schmorpfannen ist der große Vorteil, dass diese leicht sind. Wer gerne Schmorgerichte isst, aber mit einer unhandlichen und schweren Gusseisernen Schmorpfanne nicht umgehen kann, greift am besten zu einer Schmorpfanne aus Aluminium.

Reinigung und Pflege

Wenn die Schmorpfanne vielseitig eingesetzt wird und vielleicht sogar im täglichen Gebrauch ist, sind Schmorpfannen aus Edelstahl oder mit Beschichtung zu empfehlen, denn sie sind kinderleicht zu reinigen. Das erspart Zeit, Mühen und ist zuletzt auch hygienischer: eingebrannte gusseiserne Pfannen dürfen beispielsweise nicht mehr in den Geschirrspüler wandern.

Nicht zu vergessen: Ein Schüttrand, also eine abgerundete Kante der Schmorpfanne, erleichtert das Ausgießen von Flüssigkeiten enorm. Diese lassen sich sauber ausgießen und es entsteht keine Sauerei.

Pflege und Reinigung

Häufige Fragen

Was unterscheidet eine Schmorpfanne von anderen Pfannen?

Während man in Bratpfannen primär Bratgut anbrät, steht in einer Schmorpfanne der spezielle Garprozess des Fleischs oder Gemüses im Vordergrund - sofern man Schmorpfannen im traditionellen Kontext benutzt.

Heutzutage sind Schmorpfannen oft beschichtet und man kann nahezu alles darin anbraten. Da die Antihaftbeschichtungen von Schmorpfannen teils sogar besser sind, als von Bratpfannen, sind selbst empfindliche Speisen ein Heimspiel. Und nicht zuletzt erleichtert eine Beschichtung die Reinigung beider Pfannen enorm.

Beim klassischen Schmorgericht werden Nahrungsmittel mit viel Fett und auf hoher Hitze stark angebraten. Das ist der erste Schritt des Garverfahrens. Damit Fleisch und Gemüse danach weiter garen können, wird die Temperatur verringert sowie kochende Flüssigkeit in die Schmorpfanne hinzugegeben. Die in der siedenden Flüssigkeit entstehenden Aromastoffe sind ein wesentlicher Bestandteil des Schmorgerichtes.

Wie benutzt man eine Schmorpfanne?

Schmoren ist eine kleine Wissenschaft für sich. Wenn du im traditionellen Sinn schmoren möchtest, musst du das Bratgut zuerst anbraten. Anschließend wird Flüssigkeit in die Schmorpfanne gegeben und der Inhalt kann unter dem Deckel weiterschmoren. Es entstehen köstliche Aromen und das Fleisch wird durch die lange Garzeit butterzart.

Hier findest du eine detaillierte Anleitung zum Schmoren:

Was kann man in einer Schmorpfanne kochen?

Schmorpfannen sind im Grunde genommen Bratpfannen mit einem höheren Rand. Am besten eignen sie sich für Schmorgerichte, du kannst allerdings wunderbar größere Mengen von Gemüse oder Fleisch darin zubereiten.