Kochen mit Induktion

Wer sich eine neue Küche kauft, steht oft vor dem Problem: welchen Herd nehme ich? Immer mehr Menschen greifen mittlerweile zum Induktionsherd. Welche Vorteile hat aber ein Induktionsherd und kann ich trotzdem meine Pfannen weiterhin verwenden? Alle Fragen zum Thema Induktion möchten wir in diesem Beitrag für dich beantworten.

Was ist Induktion?

Wenn man von Induktion spricht, geht es dabei um den Vorgang, Elektrizität durch eine Spule zu leiten, um ein magnetisches Wechselfeld zu erzeugen. 
Wenn diese Magnetströme mit, sagen wir, magnetischem Kochgeschirr in Berührung kommt, wird dies in Wärme umgewandelt. Je näher das Kochgeschirr an der Spule ist, desto mehr Hitze wird generiert. 
Die Isolierung erfolgt durch eine isolierende Platte, meist aus Glaskeramik. Die Wärme wird durch die Platte in den Boden des Kochgeschirrs, einer Eisenlegierung geleitet.
Die Voraussetzung für eine mit Induktion kompatible Pfanne, ist also ein leitfähiges Material. 

Vor- und Nachteile von Induktion

Küchenliebhaber ziehen in erster Linie Induktionsherde einem normalen Elektroherd vor, da sie knapp gesagt über eine kurze Reaktionszeit, ein schnelles Erhitzen und einen präziseren Kochvorgang verfügt. Darüber hinaus gibt es noch einige andere Vorteile, wie zum Beispiel: 
  • Kein Einbrennen von Lebensmittelresten, da sich die Glasfläche unter dem Kochgeschirr nur sekundär erhitzt, demnach einfacher zu reinigen.
  • Sicherheit: ein heißes elektrisches Kochfeld oder ein Gasherd bergen das höhere Risiko einer Verbrennung, wohingegen diese Gefahr bei der relativ kühlen Keramikplatte nicht besteht.
  • Ein digitaler Timer sorgt für Präzision und Kontrolle, ohne dabei permanent am Herd stehen zu müssen. Selbst als slow cooker kann ein Induktionsherd fungieren, sofern er nicht über einen automatischen Abschalter verfügt, wie die eher preiswerten Modelle einen haben.
  • Die Energieeffizienz liegt bei ungefähr 80%. 100% können aus dem Grund nicht erreicht werden, da sich nicht alle magnetischen Wellen mit dem Kochgeschirr verbinden. Hinzu kommt, dass sowohl die Energie für die Abzugshaube, als auch die Elektronik von anderen Quellen bezogen wird, als die Spule. Als Vergleich – ein Gasherd hat eine Energieeffizienz von 40%, also wird im Umkehrschluss beim Kochen mit Induktion weniger Hitze verschwendet und die Küche weniger aufgeheizt.
  • Laut dem Umweltinstitut München verfügt ein Induktionsherd über die beste Energieeffizienz. Zudem besteht die Möglichkeit, dass Elektronik eines Tages erneuerbarer wird, als natürliches Gas.
Es gibt, neben der Preisspanne einige wenige Nachteile, die es beim Kauf einer Induktionsherdplatte zu beachten gilt:
  • Induktionsherde sind sehr aufwendig aufgebaut, was im Falle eines Defekts sehr kostspielig werden kann.
  • Kompatibles Kochgeschirr ist die Voraussetzung für die Nutzung. Vorhandene, nicht-kompatible Töpfe und Pfannen werden überflüssig.
  • Wenn es zur individuellen Routine gehört, die Pfanne beim Kochvorgang von der Platte zu heben (e.g. Saute oder Wok), würde das bedeuten, dass sich der Herd bei den meisten Modellen sofort automatisch abschaltet.
  • Hinzu kommt die Geräuschkulisse durch den Lüfter, die zum Beispiel von Haustieren in der Grundfrequenz, doppelt so laut wie die Arbeitsfrequenz, wahrgenommen wird.   

FAQ 

Bevor du mit dem Gedanken spielst, dir einen Induktionsherd zu kaufen, möchten wir dir hier die wichtigsten Fragen beantworten.


Sind Kupfer und Aluminium Pfannen und Töpfe induktion kompatibel?
Rein theoretisch funktionieren diese Materialien allein nicht mit Induktion. Doch wenn sie mit einem magnetischen Material kombiniert werden (zum Beispiel einer dünnen Schicht magnetischen Edelstahl), dann reicht das völlig aus, um eine Induktion Kompatibilität herzustellen. Es gibt zwar einige sehr kostspielige Geräte, die es schaffen, selbst Kupfer und Aluminium zu erhitzen, solche Induktionsherde sind meist für den privaten Gebrauch nicht von Nutzen und eignen sich eher für industrielle und wissenschaftliche Arbeit.


Ist das Kochen auf Induktionsherdplatten gefährlich?
Tatsächlich ist Induktion die sicherste Herderhitzungsmethode. Elektrische Herdplatten können sehr heiß werden und bleiben das auch. Gas zu verbrennen, birgt neben offensichtlichen Gefahren auch viele Verbrennungsnebenprodukte, die sehr schädlich sind und entlüftet werden müssen. Im Gegensatz zu Elektro- und Gasherden, haben Induktionsherde die niedrigste Temperatur. Nichts wird heißer, als der Pfannenboden, da dieser die Hitzequelle darstellt. Bei kurzen Kochphasen wird die Keramikfläche noch nicht einmal so heiß, wie der Pfannenboden. Darüber hinaus besteht keine Chance eines Elektroschocks.


Muss die Marke des Kochgeschirrs und des Induktionsherdes die Selbe sein? 
Manche Induktionsherdmarken lassen es so klingen, als müsse man Bratpfanne und Topf aus demselben Hause erwerben, damit alles so funktioniert, wie es soll. Wenn der Magnet jedoch fest genug am Kochgeschirr angebracht ist, ist genau diese Pfanne auch induktionsgeeignet. Da magnetischer Edelstahl preiswerter ist, als nicht-magnetischer – was übrigens daran liegt, dass Nickel teurer ist, als Eisen – legen es Kochgeschirr Hersteller grundsätzlich darauf an, dass ihre Edelstahl Produkte induktionsgeeignet sind. Das einzige Manko hier ist, dass magnetischer Edelstahl weniger korrosionsresistent ist, als nicht-magnetischer. 
Wir von Olav haben uns zusammengesetzt und lange an induktionskompatiblem Kochgeschirr getüftelt.
Wir haben die für uns perfekte Materialkombination gefunden, um alle wichtigen Eigenschaften einer guten Pfanne zu kombinieren. Das Herz unser Kreation ist ein Kupferkern, der sich bis in den Rand erstreckt, worauf zuerst eine dünne Schicht Aluminium folgt und darauf eine Edelstahl Verkleidung. Lange haben wir zusammen mit Profiköchen und Induktionsspezialisten Tests durchgeführt, bis wir absolut zufrieden waren. Mehr dazu auf www.myolav.com