Das perfekte Öl zum Braten

13.08.2021 I Franziska, Olav Content Creator

07.07.2021 I Olav Editorial Team

Die Auswahl an Speiseölen ist riesig. Von Walnuss- über Avocado- bis hin zu Distelöl ist die Palette ziemlich breit gefächert. Da ist es manchmal gar nicht so einfach, den Überblick zu bewahren. Welches Öl kann ich überhaupt erhitzen? Welches Öl verwende ich am besten für Steak? Welches Öl brilliert als Geschmacksträger im Salat?

All diesen Fragen widmen wir uns in diesem Blogbeitrag, mit dem Ziel, euch etwas mehr Durchblick im Öl-Wirrwarr zu verschaffen.

Öle mit einem Rauchpunkt von über 160°C sind zum Erhitzen geeignet.

Grundsätzlich kann man sich bei der Frage, welches Öl man erhitzen sollte, am sogenannten Rauchpunkt orientieren. Wie der Name schon sagt, ist das die Temperatur, bei der das jeweilige Öl zu rauchen beginnt. Wichtig ist, zu vermeiden, dass die jeweiligen Rauchpunkte der Öle überschritten werden. Passiert das, können sich Bestandteile des Öls zersetzen, und Gifstoffe werden gebildet. Allgemein gilt: Öle und Fette mit einem Rauchpunkt von über 160°C sind relativ hitzestabil und damit zum Braten geeignet.

Hier eine kurze Übersicht über die bekanntesten Öle und ihre Rauchpunkte:

Öl Rauchpunkt

Sonnenblumenöl (kaltgepresst)

107°C

Leinöl

107°C

Mandelöl

120°C

Olivenöl (kaltgeprest)

130-180°C

Rapsöl (kaltgepresst)

130-190°C

Distelöl (kaltgepresst)

150°C

Walnussöl

160°C

Butter

175°C

Sesamöl

177°C

Kokosfett

180-205°C

Rapsöl (raffiniert)

190-230°C

Butterschmalz

200°C

Distelöl (raffiniert)

200°C

Ghee

205°C

Sonnenblumenöl (raffiniert)

254°C

Avocadoöl

260°C

Auch an den Fettsäuren kann man erkennen, ob ein Öl erhitzbar ist, oder nicht. Öle mit sehr vielen mehrfach ungesättigten Fettsäuren sind meist lichtempfindlich und nicht besonders hitzestabil, und sollten daher nicht unbedingt zum Braten verwendet werden. Im Gegenzug dazu sind Öle, die einen hohen Anteil an einfach ungesättigten Fettsäuren vorweisen, gut für hohe Hitze geeignet.

Öle mit einem hohen Anteil an mehrfach ungesättigten Fettsäuren sollten am besten kalt genossen werden.

Keine Hitze

Manche Öle sollte man am besten kalt genießen. Meist sind das die Öle, die besonders gesund sind. Unter anderem können sie das Cholesterin senken und Zellwände stärken. Native, kaltgepresste Lein-, Raps- und Olivenöle gehören zu dieser Kategorie, genau wie Walnuss- Kürbiskern- oder Mandelöl. Letztere sind besonders geschmackvoll und eignen sich daher perfekt in Salatdressings und Marinaden.

 

Mittlere Hitze

Die meisten Haushalte braten im Alltag am häufigsten auf mittlerer Hitze, das entspricht einer Temperatur zwischen 160°C und 180°C (320-350°F). Brät man bei diesen Temperaturen, verwendet man am besten Butter oder Butterschmalz, Sesamöl und Ghee eignen sich ebenfalls gut. Schonendes Anbraten ist auch mit (gefiltertem) Olivenöl möglich, solange der Rauchpunkt nicht überschritten wird.

Gemüse, Fisch oder Fleisch lassen sich bei diesen Temperaturen und mit den genannten Ölen und Fetten auf den Punkt braten.

 

Hohe Hitze

Um Lebensmittel besonders scharf anzubraten oder zu frittieren, wird sehr hohe Hitze benötigt. Man spricht von Temperaturen zwischen 190°C und 240°C (380-440°F). Hierfür eignen sich vor allem Butterschmalz, Ghee, Kokosfett, oder raffiniertes Sonnenblumen- oder Rapsöl. Vor allem Steak sollte bei hoher Hitze ganz scharf angebraten werden, damit es perfekt gelingt.

Zusammengefasst kann man sagen, dass es für jedes Gericht und für jede Zubereitungsart die richtigen Öle gibt. In der Olav Pfanne, vor allem in der beschichteten, braucht man ja ohnehin wenig bis gar kein Öl oder Fett. Aber sind wir ehrlich: als aromatischer Geschmacksträger kann Fett durchaus auch in unseren Pfannen immer mal wieder brillieren.

Das könnte dich auch interessieren

FEATURED

3. Mai 2021

17. Juli 2021

16. Juli 2021

18. Juli 2021