Olavist des Monats: Uli Müller

25.11.2021 I Lara, Community Manager

Monatlich durchkämmen wir bei Olav unsere Facebook Gruppe und überlegen uns, wen wir diesen Monat einladen, um uns mehr von sich zu erzählen. Dieses Mal war es keine schwere Entscheidung, denn jeder, der einmal kurz in unserer Olavisten Facebook Gruppe vorbeigeschaut hat, kennt Uli Müller. Der Hobbykoch liebt es, sich an neuen Gerichten auszuprobieren und schreckt vor keinem Experiment zurück. Seine Berichte über seine Rezeptideen sind voller exotischer Lebensmittel und Kombinationen, die man noch nie gesehen hat. Wie es zu seiner Passion zum Kochen gekommen ist, hat er uns im Interview erzählt.

Uli Müller, Olavist des Monats, im Interview

Hallo Uli. Du bist unser Olavist des Monats November – kannst du dich vielleicht kurz vorstellen?

Na gerne! Mein Name ist Uli Müller, ich bin verheiratet, habe eine 16-jährige Tochter und wir wohnen in Oldenburg in Niedersachsen. Ich bin beruflich als IT-Sicherheitsberater für ein großes internationales Unternehmen tätig. Neben meiner Passion Kochen zeichnen mich noch meine anderen Hobbys wie Sport aus – ich mache unheimlich gerne Yoga oder gehe joggen. Ich tauche außerdem gerne im Urlaub, ich beschäftige mich daheim mit technischen Sachen, zum Beispiel Hausautomatisierung, dann fotografiere ich gerne und außerdem sammele ich Glaskunst, besonders Briefbeschwerer der schottischen Glasmanufaktur Selkirk.

Dein Tag scheint ja mehr Stunden als meiner zu haben!

Ich mache ja nicht alles gleichzeitig. Kochen nimmt auf jeden Fall viel Zeit in Anspruch, das Planen, Einkaufen und dann das Kochen. Ich bin der Koch im Haus, meine Frau ist eher spezialisiert auf das Backen von Kuchen und Plätzchen.

Du bist ja 2018 in deine Liebe zum Kochen hineingerutscht – wie kam es dazu?

Ich hatte mir bis dahin nie so viele Gedanken über das Kochen oder auch über Lebensmittel gemacht. Wir haben einfach immer 0815 gekocht und das fing dann an langweilig zu werden. Dann haben wir begonnen uns gesünder zu ernähren und mehr auf hohe Qualität und Vielfalt zu achten. Da habe ich auf Chefkoch.de immer wieder Rezepte rausgesucht und bin dann auch auf Yotam Ottolenghi gestoßen und hab mir von ihm nach und nach immer mehr Kochbücher gekauft. So haben wir dann unsere Küche gefunden und seitdem probieren wir immer neue Sachen aus.

"Zucchini – ein für mich eher langweiliges Gemüse, aus dem man aber überraschenderweise so viel herausholen kann"

Was ist dein Gericht, welches du kochst, wenn du Besuch bekommst und richtig beeindrucken willst?

Da gibt’s Verschiedene je nach Jahreszeit und ich will mich auch gar nicht festlegen. Aber das Gericht, das ich auch hier als Lieblingsgericht ausgewählt habe, ist so eine Kombination von verschiedenen Kochstilen und ist momentan unser Favorit. Man macht eine Art Pfannengericht mit Zucchini – ein für mich eher langweiliges Gemüse, aus dem man aber überraschenderweise so viel herausholen kann – schmort diese dann längere Zeit mit Knoblauch und kombiniert das dann mit klassischem Kartoffelpüree. Die Kartoffeln sollte man gar nicht kochen, weil sie so an Stärke verlieren, sondern sie stattdessen dampfgaren oder im Ofen auf Salz legen. Das Püree kann man dann mit Nussbutter oder Wasabi anreichern. Und dazu gibt’s dann noch gebratenen oder gegrillten Lammlachs.

Das klingt unglaublich lecker. Was ist für dich denn so das wichtigste bei einem guten Gericht?

Vielfalt. Ich liebe es, immer wieder einmal komplexere Sachen auszuprobieren – das erkennt man ja oft schon an der Zutatenliste. Unter der Woche, wenn ich weniger Zeit habe, darfs dann gerne auch mal schneller gehen. Ansonsten ist es mir wichtig, Obst, Gemüse, Fleisch und Fisch in Bio-Qualität zu kaufen und momentan koche ich auch viel mit Knoblauch. Auch gute Olivenöle machen einen großen Unterschied.

Was sind so deine Tipps, die du hast, wenn du mal keine Idee hast, was du kochen könntest?

Das habe ich ehrlich gesagt nicht, ich habe immer Ideen. Oft habe ich schon für die übernächste Woche zwei, drei Sachen im Auge, die ich als nächstes ausprobieren möchte. Habe ich wirklich einmal keine Idee, dann mache ich etwas Schnelles, zum Beispiel Nudeln und dazu mit unserem Thermomix ein selbstgemachtes Pesto. Da nimmt man dann einfach das, was im Kühlschrank ist. Fertigprodukte verwenden wir zum Glück so gut wie gar nicht mehr.

"Ich liebe es zu sehen, wie Lebensmittel, bei denen man sich denkt, dass diese eigentlich nicht zueinander passen können, dann perfekt harmonieren."

Was ist für dich denn so das Beste am Kochen?

Kochen ist für mich so eine Art Stresskompensator. Nach einem arbeitsreichen Tag freue ich mich immer schon darauf, etwas Neues auszuprobieren. Außerdem liebe ich es zu sehen, wie Lebensmittel, bei denen man sich denkt, dass diese eigentlich nicht zueinander passen können, dann perfekt harmonieren. Dafür ist Ottolenghi auch bekannt. Ich habe auch an vielen E-Cookings teilgenommen, um hier von den Profis zu lernen.

Du kochst ja auch mit Olav – was hat dich damals zu Olav geführt?

Über Olav gepurzelt bin ich auf Facebook, da hattet ihr eine Anzeige geschaltet. Ich bin mittlerweile über 50 und lege bei Neuanschaffungen hohen Augenmerk auf Langlebigkeit und Qualität. Ich bin nicht mehr in dem Alter, wo man sich auch mal günstige Sachen kauft, die dann nur zwei bis drei Jahre halten. Ausschlaggebend war für mich damals neben dem Kupferkern, der eine super Sache ist und bei uns auch Energie einspart, außerdem die Möglichkeit zur Wiederbeschichtung. Ich habe das Pfannenset, von dem ich total begeistert bin, und jetzt habe ich mir auch die Servierpfanne gekauft, weil die besser in den Ofen passt und am Tisch einfach schick aussieht. Ich habe auch zwei Messer von euch und es macht einfach Spaß mit diesen und anderen hochwertigen Messern zu arbeiten. Außerdem war ich auch beeindruckt von euch, dass ihr als so junges Team und als Start-Up diesen sehr besetzen Markt angegriffen habt. Diese Entwicklung von euch zu verfolgen war sehr spannend. Das ist einfach Passion und das merkt man dann auch. Besonders auch wie ihr mit dem Endkunden umgeht – beispielsweise diese Kochevents – das ist wirklich einzigartig. Diese Kundenbindung kenne ich von keinem anderen Hersteller und da bleibt man dann gerne loyal.

Danke dir, das freut uns echt sehr, wenn das so gut ankommt. Du hast uns heute auch ein Lieblingsrezept mitgebracht, du hast es vorher ja schon angesprochen, magst du dieses vielleicht noch kurz vorstellen?

Mein Ziel war hier verschiedene Kochstile zusammenzubringen: den Stil von Ottolenghi und etwas Klassisches wie Kartoffelpüree. Dazu kommt dann hochwertiges Fleisch vom Lamm.


Mein aktuelles Lieblingsessen: Zucchini-Pfanne mit Kartoffelpüree und gebratenem Lammlachs

Zucchinipfanne mit Harissa und Zitrone

Zutaten Zubereitung
  • 85ml Olivenöl
  •  
  • 6 Knoblauchzehen (in feine Scheiben geschnitten)

  • 1 EL Rosen-Harissa

  • 1 rote Chilischote (fein gehackt)

  • ½ eingelegte Zitrone (entkernt und gehackt)

  • 1½ EL Zitronensaft

  • 1kg Bio Zucchini (in feine Scheiben geschnitten)

  • 10 g Basilikumblätter (grob in Stücke gezupft)

  • Salz

Das Rezept entstammt einem Kochbuch von Yotam Ottolenghi und ist bei uns in der Familie überaus beliebt.

1. In einer beschichteten Olav-Pfanne die Knoblauchscheiben mit dem Öl bei mittlerer bis starker Hitze unter häufigem Rühren braten, bis sie weich, goldgelb und aromatisch riechend sind. Dabei darauf achten, dass sie nicht zu braun oder knusprig werden, deshalb die Hitze reduzieren, falls nötig.

2. 3 EL Öl zusammen mit der Hälfte des Knoblauchs aus der Pfanne nehmen und mit Harissa, Chili, eingelegter Zitrone und Zitronensaft in eine kleine Schüssel geben, dann alles verrühren und beiseitestellen.

3. Die Pfanne erneut bei hoher Temperatur erhitzen. Die Zucchinischeiben mit 1 ¼ TL Salz darin unter häufigem Rühren für ca. 18-20 Minuten garen, bis sie sehr weich sind, aber ihre Form noch weitgehend beibehalten und noch nicht anfangen zu bräunen. Die Hälfte des Basilikums unterrühren. Die Harissa-Mischung darauf löffeln. Vor dem Servieren 15 Minuten ruhen lassen, dann mit 1 Prise Salz und dem restlichen Basilikum bestreuen.

Kartoffelpüree

Zutaten Zubereitung
      • Mehlige Kartoffeln
  •  
  • Butter
  •  
  • Milch
  •  
  • Geriebene Muskatnuss
  •  
  • Salz
  •  
  • (optional) Wasabipaste


1.
Entweder die geschälten Kartoffeln für ca. 20-25 Minuten dämpfen oder noch besser ungeschält auf einem Salzbett in einer Auflaufform im Ofen für ca. 40-45 Minuten bei 200 Grad Umluft backen. Je nach Dicke der Kartoffel durchaus etwas länger und am besten mit einer Gabel kurz testen, ob sie durch sind. Der Vorteil gegenüber dem Kochen von Kartoffeln ist, dass bei diesen beiden Zubereitungsformen die Stärke und damit der Geschmack der Kartoffeln viel besser erhalten bleibt.

2. Wenn man die Variante mit ungeschälten Kartoffeln im Ofen machte, diese im Anschluss halbieren und mit Hilfe einer Kartoffelpresse auspressen. Dabei ist darauf zu achten, dass die Schnittfläche zuerst drin liegt, damit die Haut in der Presse zurückbleibt.

3. Die Kartoffeln zusammen mit etwas Milch und Butter stampfen bzw. pürieren und mit Salz und geriebenem Muskat abschmecken.

4. Der Unterschied zu gekochten Salzkartoffeln ist aus meiner Sicht beeindruckend. Wer mag, kann in die Kartoffeln noch Nussbutter unterrühren (geschmolzene Butter, die unter Rühren leicht gebräunt wird, bis sie ein nussiges Aroma entwickelt) bzw. einfach darüber gießen.
Kochfreunde, die es etwas pikanter mögen, empfehle ich je nach Kartoffelmenge 1-2 Teelöffel Wasabipaste unterzurühren.

5. Für die Deko empfiehlt sich, etwas Petersilie oder Basilikum darüber zu verteilen.

Gebratene Lammlachse

Zutaten Zubereitung

4 Lammlachse

Olivenöl

Frischer Rosmarin (gehackt)

Salz

Pfeffer

1. Die Lammlachsscheiben mit Olivenöl einstreichen und mit etwas Salz, Pfeffer und zerkleinertem Rosmarin marinieren und für ca. 6-8 Stunden vor der Zubereitung in der Marinade durchziehen lassen.

2. Am besten eine Grillpfanne bei hoher Temperatur vorheizen (im Sommer ist der Grill vorzuziehen). Den Lammlachs von beiden Seiten ca. 4-5 Minuten anbraten, bis es goldbraun ist.

3. Danach den angebratenen Lammlachs in eine ofenfeste Form umfüllen und im Backofen bei 200 Grad Umluft 5 Minuten (für medium-rare) weiter garen (oder ein paar Minuten länger, wenn es stärker durchgegart sein soll). Danach auf dem Ofen nehmen, mit Alufolie abdecken und noch einmal 5-10 Minuten ruhen lassen.

 

Guten Appetit! 😊

Vielen Dank für deine Zeit und den Einblick in deine Kochwelt, es war wirklich beeindruckend!

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