So brennst du deine Pfanne richtig ein

Autorin: Romina I Olav Editorial Team

11. Juli 2021

  • Autorin: Romina I Olav Editorial Team
  • 11. Juli 2021

Die heiß(!) ersehnte unbeschichtete Pfanne - Endlich hast du sie und kannst es kaum erwarten, sie auf den Herd zu stellen. Bevor du aber loslegst, fragst du dich, was eigentlich dieses “Einbrennen” heißt, von dem du jetzt schon mehrmals gehört hast.

Gute Nachricht! Einbrennen ist nicht so schwer, wie du auf den ersten Blick denkst. In diesem Guide liefern wir dir die besten Tipps und Tricks zum Thema Einbrennen. Danach läuft der Umgang mit deiner unbeschichteten Pfanne wie geschmiert. Wortwörtlich.

Das Wichtigste vorweg

Eine Patina ersetzt keine herkömmliche Antihaftbeschichtung - zwar ist ein sauberes Anbraten möglich, jedoch kann die Patina mit der Zeit abnutzen und uneben werden.

Je rauer die Pfannenoberfläche ist, desto besser hält die Patina auf der Pfanne

Qualität vor Quantität: wenn die Pfanne beim ersten Mal richtig eingebrannt wurde, muss man den Vorgang nicht mehrmals wiederholen

Was ist Einbrennen?

Auf Pfannen ohne künstlicher Antihaftbeschichtung wird das Bratgut direkt auf Metall gebraten. Man benötigt insgesamt deutlich mehr Öl und es kann auch passieren, dass die Speisen ärgerlicherweise am Pfannenboden kleben bleiben. Stressig? Finden wir auch.

Eine naheliegende Alternative ist aber, sich eine natürliche Antihaftbeschichtung zu erschaffen - die sogenannte Patina. Klingt verrückt? Ist es nicht. Eigentlich ist das sogar ziemlich simple Chemie. Beim Einbrennen werden nämlich mehrere Schichten von Öl in der Pfanne eingebrannt und es entsteht eine glatte Oberfläche, an der folglich nichts mehr kleben bleibt.

Klingt gut? Wir setzen noch einen drauf: Weil man eine Patina beliebig oft erneuern kann, wird eine unbeschichtete Pfanne in deiner Küche wie Elton John im Musikbusiness - einfach nicht mehr weg zu denken.

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Auf Pfannen ohne künstlicher Antihaftbeschichtung wird das Bratgut direkt auf Metall gebraten. Man benötigt insgesamt deutlich mehr Öl und es kann auch passieren, dass die Speisen ärgerlicherweise am Pfannenboden kleben bleiben. Stressig? Finden wir auch.

Eine naheliegende Alternative ist aber, sich eine natürliche Antihaftbeschichtung zu erschaffen - die sogenannte Patina. Klingt verrückt? Ist es nicht. Eigentlich ist das sogar ziemlich simple Chemie. Beim Einbrennen werden nämlich mehrere Schichten von Öl in der Pfanne eingebrannt und es entsteht eine glatte Oberfläche, an der folglich nichts mehr kleben bleibt.

Klingt gut? Wir setzen noch einen drauf: Weil man eine Patina beliebig oft erneuern kann, wird eine unbeschichtete Pfanne in deiner Küche wie Elton John im Musikbusiness - einfach nicht mehr weg zu denken.

Muss man jede unbeschichtete Pfanne einbrennen?

Grundsätzlich muss eine unbeschichtete Pfanne nicht eingebrannt werden. Du kannst die Pfanne auch mit genügend Öl verwenden und dein Bratgut so garen. Besonders geübte Köche können die unbeschichtete Pfanne auch mit weniger Öl durch das richtige Gespür für Garpunkte und ein bisschen Geduld rocken. Lies für mehr Tipps gerne hier.

Solltest du also merken, dass du mit einer unbeschichteten Pfanne nicht zurecht kommst und deine Speisen gerne mit weniger Fett anbrätst, ist eine natürlich hergestellte Patina genau das richtige für dich.

Oft wird bei unbeschichteten Edelstahl Pfannen vom Einbrennen abgeraten, weil die Oberfläche sehr glatt ist. Aber nichts ist unmöglich - möglicherweise muss der Prozess mehrmals wiederholt werden, bis die Patina gleichmäßig auf der Oberfläche haftet.

Muss man jede unbeschichtete Pfanne einbrennen?

Grundsätzlich muss eine unbeschichtete Pfanne nicht eingebrannt werden. Du kannst die Pfanne auch mit genügend Öl verwenden und dein Bratgut so garen. Besonders geübte Köche können die unbeschichtete Pfanne auch mit weniger Öl durch das richtige Gespür für Garpunkte und ein bisschen Geduld rocken. Lies für mehr Tipps gerne hier.

Solltest du also merken, dass du mit einer unbeschichteten Pfanne nicht zurecht kommst und deine Speisen gerne mit weniger Fett anbrätst, ist eine natürlich hergestellte Patina genau das richtige für dich.

Oft wird bei unbeschichteten Edelstahl Pfannen vom Einbrennen abgeraten, weil die Oberfläche sehr glatt ist. Aber nichts ist unmöglich - möglicherweise muss der Prozess mehrmals wiederholt werden, bis die Patina gleichmäßig auf der Oberfläche haftet.

Welche Pfannen eignen sich zum Einbrennen?

Allgemein gilt, je rauer die Pfannenoberfläche ist, desto besser haftet die Patina auf dem Material. Pfannen aus Stahl und Eisen - darunter Gusseisen, Schmiedeeisen und Kohlenstoffstahl - eignen sich ideal zum Einbrennen.

Oft wird bei Edelstahl Pfannen vom Einbrennen abgeraten, weil die Oberfläche sehr glatt ist. Aber nichts ist unmöglich: möglicherweise muss der Prozess mehrmals wiederholt werden, bis die Patina gleichmäßig auf der Oberfläche haftet.

Welche Methode passt zu mir?

Zum Einbrennen gibt es unterschiedliche Methoden. Welche für dich die richtige ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Mit unserer Checkliste findest du ganz leicht heraus, welche Methode zu dir passt.

  1. 1. Hast du die Möglichkeit deine Küche zu lüften? Besonders die Herdmethode verursacht Geruch und viel Rauch. Sollte deine Küche kein Fenster haben, empfiehlt sich die Ofenmethode oder die Grillmethode im Garten.

 

  1. 2. Patina noch vorhanden? Wenn du deine alte Patina nicht komplett entfernt hast und nur aufbessern möchtest, eignet sich am besten die schnelle Herdvariante.

 

  1. 3. Griff aus Holz oder Plastik? Hat deine Pfanne einen Plastik- oder Holzgriff, solltest du sie nicht in den Ofen geben. Hier bietet sich für dich ausschließlich die Herdmethode an.

 

4. Glatte Pfannenoberfläche? Möchtest du eine Eisen- oder Edelstahlpfanne mit feinporiger Oberfläche einbrennen, empfiehlt sich die Herdmethode. Hier haftet die Patina besser und blättert weniger wahrscheinlich ab.

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  1. Hast du die Möglichkeit deine Küche zu lüften? Besonders die Herdmethode verursacht Geruch und viel Rauch. Sollte deine Küche kein Fenster haben, empfiehlt sich die Ofenmethode oder die Grillmethode im Garten.

 

  1. Patina noch vorhanden? Wenn du deine alte Patina nicht komplett entfernt hast und nur aufbessern möchtest, eignet sich am besten die schnelle Herdvariante.

 

  1. Griff aus Holz oder Plastik? Hat deine Pfanne einen Plastik- oder Holzgriff, solltest du sie nicht in den Ofen geben. Hier bietet sich für dich ausschließlich die Herdmethode an.

 

Glatte Pfannenoberfläche? Möchtest du eine Eisen- oder Edelstahlpfanne mit feinporiger Oberfläche einbrennen, empfiehlt sich die Herdmethode. Hier haftet die Patina besser und blättert weniger wahrscheinlich ab.

 

Gute Vorbereitung ist die halbe Miete

1. Reinigung

Richtig gelesen: sauber machen. Ein vielleicht belangloser Schritt für dich, aber ein großer für deine Pfanne. Bei einer neuen Pfanne musst du die Oberfläche lediglich gründlich mit Spülmittel abwaschen.

2. Trocknen

Damit deine Pfanne keinen Flugrost entwickelt, muss sie sofort getrocknet werden. Mit einem Handtuch gelangst du bedauerlicherweise nicht in alle Bereiche deiner Pfannenoberfläche.

1. Reinigung

Richtig gelesen: sauber machen. Ein vielleicht belangloser Schritt für dich, aber ein großer für deine Pfanne. Bei einer neuen Pfanne musst du die Oberfläche lediglich gründlich mit Spülmittel abwaschen.

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2. Trocknen

Damit deine Pfanne keinen Flugrost entwickelt, muss sie sofort getrocknet werden. Mit einem Handtuch gelangst du bedauerlicherweise nicht in alle Bereiche deiner Pfannenoberfläche.

Du hast deine Pfanne schon mal eingebrannt? Du Vollprofi! Um eine bestehende Patina zu entfernen, greifst du im besten Fall zu säurehaltigen Reinigungsmitteln, damit sich die eingebrannten Rückstände effektiv entfernen lassen. Da ein einfacher Schwamm meist nicht gegen die hartnäckigen Rückstände ankommt, greife zu Stahlwolle oder einem Scheuerschwamm. Keine Gnade, der Putz muss runter. Weiche die Pfanne ca. 20-60 Minuten ein und schrubbe dann die Rückstände ab. Die Patina sollte sich nach und nach von selbst lösen.

Expertentipp

Erhitze deine Pfanne kurz und lasse die Flüssigkeit verdampen: So gehst du 100% sicher beim Trocknen der Oberfläche.

Die gängigste der drei Einbrennmethoden ist die im Ofen, da die Patina besonders ebenmäßig wird.

Einbrennen im Ofen

Vorteile

+ weniger Rauch als auf dem Herd

+ besonders gleichmäßige Patina

+ geeignet für raue Pfannenoberflächen

Nachteile

- energieintensiv

- ungeeignet bei glatte Pfannenoberflächen

- zeitintensiv

Pro

+ weniger Rauch als auf dem Herd

+ besonders gleichmäßige Patina

+ geeignet für raue Pfannenoberflächen

Contra

- energieintensiv

- ungeeignet bei glatte Pfannenoberflächen

- zeitintensiv

  1. So geht's
  2.  
  3. 1. Heize den Ofen auf 250 Grad Ober- und Unterhitze vor.
  4.  
  5. 2. Öle deine Pfanne von innen und außen ein. Da es im Ofen keine direkte Auflage auf der Hitzequelle gibt, kannst du die Pfanneninnen- und außenseite einölen.
  6.  
  7. 3. Wische das Öl mit einem Tuch ab, sodass die Pfanne nur mit einem dünnen Ölfilm bedeckt ist.
  8.  
  9. 4. Die Pfanne kannst du nun in den Ofen legen. Achte darauf, die Pfanne verkehrt herum auf das Rost zu legen, weil du sonst die Pfannenunterseite mit einer Gitterstruktur tätowierst.
  10.  
  11. 5. Nun bleibt die Pfanne eine Stunde lang im Ofen.
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  2. Heize den Ofen auf 250 Grad Ober- und Unterhitze vor.

 

  1. Öle deine Pfanne von innen und außen ein. Da es im Ofen keine direkte Auflage auf der Hitzequelle gibt, kannst du die Pfanneninnen- und außenseite einölen.

 

  1. Wische das Öl mit einem Tuch ab, sodass die Pfanne nur mit einem dünnen Ölfilm bedeckt ist.

 

Die Pfanne kannst du nun in den Ofen legen. Achte darauf, die Pfanne verkehrt herum auf das Rost zu legen, weil du sonst die Pfannenunterseite mit einer Gitterstruktur tätowierst.

 

  1. Nun bleibt die Pfanne eine Stunde lang im Ofen.

Im Falle des Nicht-Gelingens kann der Vorgang genauso wiederholt werden und die Pfanne kommt für eine weitere Stunde in den Ofen. Vorsicht: Die Pfanne aus dem Ofen ist heiß wie Asphalt im Sommer.

Wenn sich die Patina nach dem Abkühlen glatt und wachsartig anfühlt, ist das Einbrennen geglückt. Du hast dir einen Schulterklopfer verdient!

Da eine einmalige Patina recht dünn ist, kannst du den Vorgang entweder wiederholen oder du baust die Patina im Laufe der Zeit durch natürliche Verwendung auf. Bei jedem Bratvorgang wird die Patina nämlich versiegelt und stärker gemacht.

Wenn du deine alte Patina nur aufbessern möchtest, eignet sich am besten die schnelle Herdvariante.

Einbrennen auf dem Herd

Vorteile

+ gut geeignet für Eisenpfannen

+ besseres Kontrollieren

+ schneller als Ofenmethode

Nachteile

- raucht stark

- Ränder lassen sich nicht einbrennen

- Patina kann ungleichmäßig werden

Pro

+ gut geeignet für Eisenpfannen

+ besseres Kontrollieren

+ schneller als Ofenmethode

Contra

- raucht stark

- Ränder lassen sich nicht einbrennen

- Patina kann ungleichmäßig werden

  1. So geht's
  2.  
  3. 1. Starte mit dem Einölen deiner Pfanne. Bei Induktions- und Elektroherden reicht es nur die Bratfläche einzuölen. Für einen Gasherden kannst du die komplette Pfanneninnenseite einölen.
  4.  
  5. 2. Wische das Öl anschließend wieder mit einem Tuch ab, sodass nur eine dünne Ölschicht bleibt. Je glatter die Patina gelingt, desto weniger bleibt das Bratgut kleben.
  6.  

3. Die Pfanne kannst du nun bei 250 Grad für 10-20 Minuten erhitzen. Wenn die Pfanne zu heiß wird, verbrennt die Patina und es lässt sich keine gleichmäßige Antihaftschicht erschaffen. Im Folgenden kannst du den Herd ausschalten und die Pfanne sollte zum Auskühlen vom Herd genommen werden.

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  1. Starte mit dem Einölen deiner Pfanne. Bei Induktions- und Elektroherden reicht es nur die Bratfläche einzuölen. Für einen Gasherden kannst du die komplette Pfanneninnenseite einölen.

 


  1. Wische das Öl anschließend wieder mit einem Tuch ab, sodass nur eine dünne Ölschicht bleibt. Je glatter die Patina gelingt, desto weniger bleibt das Bratgut kleben.
  2.  

 

  1. Die Pfanne kannst du nun bei 250 Grad für 10-20 Minuten erhitzen. Wenn die Pfanne zu heiß wird, verbrennt die Patina und es lässt sich keine gleichmäßige Antihaftschicht erschaffen. Im Folgenden kannst du den Herd ausschalten und die Pfanne sollte zum Auskühlen vom Herd genommen werden.
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Achtung! Das Öl soll also lediglich polymerisieren und nicht verbrennen. Poly- bitte was? Keine Sorge - du musst nicht Marie Curie für das Einbrennen einer Pfanne verstehen. Falls du allerdings interessiert bist, erlangst du hier ein tieferes Verständnis.

Expertenwissen

“Polymerisation” beschreibt eine Synthesereaktion: Es wird aus zwei Elementen ein neuer Stoff hergestellt.
Mehr dazu liest du hier.

Wenn sich die Schicht nach dem Abkühlen glatt und plastikartig anfühlt, wurde alles richtig gemacht. Gratuliere!

Haben sich in der Durchführung Fehler eingeschlichen, könnte die Patina kleben oder unregelmäßig aussehen. In so einem Fall, kann der Prozess wiederholt werden. Allgemein gilt jedoch Qualität vor Quantität - im Besten Fall gelingt dir die ideale Patina im ersten Anlauf und du kannst auf solider Basis die Pfanne verwenden.

Wenn du einen offenen Grill besitzt, folgst du der Herdmethode. Mit einem geschlossenen Grill nutzt du die Ofenmethode.

Einbrennen auf dem Grill

! Vorsicht: Zu viel Hitze kann der Patina schaden und sie würde unter Umständen verbrennen. Achte hier später auch darauf, dass die Pfanne erst abkühlen muss!

Vorteile

+ Durchführung an der frischen Luft

+ Ofen- und Herdmethode möglich

Nachteile

- unkontrollierte Hitze

- zeitintensiv

Pro

+ Durchführung an der frischen Luft

+ Ofen- und Herdmethode möglich

Contra

- unkontrollierte Hitze

- zeitintensiv

 

  1. So geht's
  2.  
  3. 1. Beginne mit dem Einölen, a) der Bratfläche oder b) der ganzen Pfanne.
  4.  
  5. 2. Wische das Öl mit einem Tuch ab, sodass die Patina möglichst glatt wird.
  6.  
  7. 3. Lege die Pfanne verkehrt herum auf das Grillrost, damit kein Gittermuster in deiner Pfanne entsteht.
  8. 4. Während die Pfanne auf einem offenen Grill nach ca. 20 Minuten eingebrannt ist, benötigt das Einbrennen in einem geschlossenen Grill ein bis zwei Stunden.
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  1. Beginne mit dem Einölen, a) der Bratfläche oder b) der ganzen Pfanne.

 


  1. Wische das Öl mit einem Tuch ab, sodass die Patina möglichst glatt wird.

 

  1. Lege die Pfanne verkehrt herum auf das Grillrost, damit kein Gittermuster in deiner Pfanne entsteht.

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  3. Während die Pfanne auf einem offenen Grill nach ca. 20 Minuten eingebrannt ist, benötigt das Einbrennen in einem geschlossenen Grill ein bis zwei Stunden.

Welche der drei Methoden du nutzt, bleibt dir überlassen. Falls du unsicher bist, schaue hier.

Die Reinigung danach

Alles Paletti - nur noch Pfanne putzen. Sobald die Pfanne mit einer Patina versiegelt ist, darfst du sie nicht mehr in den Geschirrspüler geben. Die Patina würde sich lösen und zusätzlich beginnt die Eisenpfanne zu rosten. Ebenso darfst du die Pfanne nicht mehr mit Wasser einweichen, da auch hier die Patina angegriffen wird.

Du wirst merken, dass Spülmittel alleine keine eingebrannte Patina lösen kann. Du kannst also problemlos die Pfanne nach dem Kochen mit Wasser und etwas Spülmittel von groben Essensrückständen befreien.

Klingt das komisch? Hygienische Bedenken braucht man bei der flüchtigen Reinigung nicht haben: das verbliebene Öl stärkt die Patina bei der nächsten Verwendung und Bakterien werden ohnehin bereits bei 40 °C abgetötet (zum Vergleich: die Stufe 1 bei einem Elektroherd entspricht einer Gradzahl von 150 °C).

Das richtige Öl

Das richtige Öl zu verwenden ist beim Einbrennen das A und O. Wie du siehst, eignen sich Butterschmalz und Rapsöl besonders gut für heiße Anwendungsbereiche. Leinöl wird oft empfohlen, hat allerdings einen sehr niedrigen Siedepunkt und kann bei hohen Temperaturen schnell verbrennen. Finger weg davon!

Mit Rapsöl bist du auf der sicheren Seite und kannst damit auf hohen Temperaturen deine Pfanne einbrennen. Zu beachten ist, dass Öl nur über den sogenannten Rauchpunkt hinweg erhitzt wird. Ab diesem Rauchpunkt verändert das Öl seine Struktur (Polymerisation) und es bildet sich die gleichmäßige Patina.

Das richtige Öl zu verwenden ist beim Einbrennen das A und O. Wie du siehst, eignen sich Butterschmalz und Rapsöl besonders gut für heiße Anwendungsbereiche. Leinöl wird oft empfohlen, hat allerdings einen sehr niedrigen Siedepunkt und kann bei hohen Temperaturen schnell verbrennen. Finger weg davon!

Mit Rapsöl bist du auf der sicheren Seite und kannst damit auf hohen Temperaturen deine Pfanne einbrennen. Zu beachten ist, dass Öl nur über den sogenannten Rauchpunkt hinweg erhitzt wird. Ab diesem Rauchpunkt verändert das Öl seine Struktur (Polymerisation) und es bildet sich die gleichmäßige Patina.

Öle wenig erhitzhbar

Kürbiskernöl, Leinöl, Walnussöl

für Salate und Dressings

Öle für Mittlere Hitze (160-180°C)

Natives Olivenöl, Butter

normales Anbraten in der Pfanne

Öle für hohe Hitze (180-230°C)

Butterschmalz, Kokosfett, Rapsöl, Erdnussöl

Frittieren und Einbrennen

Temperatur

keine Hitze

mittlere Temperatur (160-180°C)

hohe Temperatur (180-230°C)

Öl

Kürbiskernöl, Leinöl, Walnussöl

Natives Olivenöl, Butter

Butterschmalz, Kokosfett,
Rapsöl, Erdnussöl

Anwendung

Salate, Dressings

normales Anbraten in der Pfanne

Frittieren, Einbrennen

Mini Chemie Exkurs: Was passiert beim Einbrennen?

Achtung! Die Traumata aus deiner Schulzeit kommen wieder hoch…

..oder auch nicht. Einbrennen ist keine Rocket Science. Ehrlich nicht.

Bei der Polymerisation, einer Synthese-Kettenreaktion, wird aus zwei Elementen ein neuer Stoff hergestellt. Man kann sich die Elemente wie Bausteine vorstellen. Wenn den Elementen (genannt: Monomere) Wärme hinzufügt wird, schließen sie sich zusammen und die Polymerisation beginnt. Es entsteht eine Wachstumsreaktion und heraus kommt eine irreversible Kombination von Monomeren - auf deutsch: Es entsteht ein neuer Stoff.

Schön und gut aber was hat das ganze mit dem Einbrennen von Pfannen zu tun? Das Erwärmen des Öls führt ab einem gewissen Punkt dazu, dass das Öl zu einer verdichteten Patina wird. Mit etwas Wärme und Geduld kannst du also ganz einfach deine eigene Antihaftbeschichtung erschaffen - ganz ohne Chemie Professor zu sein.

Theoretisch gesehen kann bei jedem Bratvorgang in einer unbeschichteten Pfanne eine Art von Patina entstehen. Sobald eine dünne Schicht Öl konstant auf 250 °C erhitzt wird, wird die Oberfläche einer Pfanne versiegelt. Normalerweise entfernst du solche Rückstände nach dem Braten, was bei einer Patina aber eben nicht der Fall wäre.

Ist eine Patina besser als eine herkömmliche Beschichtung?

Du bist wahrscheinlich hier, um den Umgang mit einer unbeschichteten Pfanne zu perfektionieren - hast du dir trotzdem die ganze Zeit die Frage gestellt, was der Unterschied zu einer herkömmlichen Antihaftbeschichtung ist? Wir klären dich auf:

Patina

+ kann beliebig oft erneuert werden

+ entsteht auf natürliche Art

+ relativ hitzebeständig

+ geringer Reinigungsaufwand

- schlechtere Antihaftwirkung

- eventuell unregelmäßig

- nutzt sich schneller ab

Herkömmliche Beschichtung

+ Aufwand Einbrennen fällt weg

+ bessere Antihaftwirkung

+ vielseitig einsetzbar

+ einfache Reinigung (inkl. Spülmaschine)

- weniger hitzebeständig

- vorsichtige Handhabung ( keine Metallwerkzeuge)

Patina

+ kann beliebig oft erneuert werden

+ entsteht auf natürliche Art

+ relativ hitzebeständig

+ geringer Reinigungsaufwand

- schlechtere Antihaftwirkung

- eventuell unregelmäßig

- nutzt sich schneller ab

Herkömmliche Beschichtung

+ Aufwand Einbrennen fällt weg

+ bessere Antihaftwirkung

+ vielseitig einsetzbar

+ einfache Reinigung (inkl. Spülmaschine)

- weniger hitzebeständig

- vorsichtige Handhabung (keine Metallwerkzeuge)

Unser Fazit

Du hast es geschafft! Du bist am Ende unseres Guides angelangt und solltest jetzt Pfannen ohne Ende einbrennen können.

Nach intensiver Recherche hat die Ofenmethode meiner Meinung nach am besten abgeschnitten. Es gelingt mit höchster Wahrscheinlichkeit eine gleichmäßige Patina und deine Wohnung bleibt frei von unangenehmen Gerüchen und Qualm. Zwar ist die Prozedur etwas zeit- und energieintensiver, aber man kann danach mit einer idealen Patina-Grundlage arbeiten.

Du findest das ganze Thema doch ziemlich kompliziert und wünschst dir einfach nur eine verlässliche Antihaftwirkung? Du würdest es vielleicht doch lieber mit einer beschichteten Pfanne versuchen? Kein Problem - jeder Topf findet seinen Deckel und jeder Kochliebhaber seine Pfanne.

Warum du auch in beschichteten Pfannen Röstaromen erzeugen kannst, der Mythos sie seien gesundheitsbedenklich nicht stimmt und dir beschichtete Pfannen das Leben - äh das Braten - manchmal einfach leichter machen, liest du hier.

Weblinks

Stuttgarter Zeitung: Eisenpfanne einbrennen - Alle 3 Methoden im Überblick https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.eisenpfanne-einbrennen-3-methoden-mhsd.a776aa06-43c6-43e7-8584-07b58fe288e4.html

Wikipedia: Polymerisation https://de.wikipedia.org/wiki/Polymerisation

Gesundheitsberatung: Welches Fett wofür? https://www.ugb.de/lebensmittel-zubereitung/welches-fett-wofuer/